Grosser Besucherandrang auf mächtige Bauten und prächtiges Kulturerbe

11. Sept. 2017 – Zehntausende Besucherinnen und Besucher strömten am Wochenende vom 9. und 10. September in alle Ecken des Landes, um an den Europäischen Tagen des Denkmals das Kulturerbe der Schweiz zu erkunden. An landesweit über 330 Orten gab es Prunkvolles und Prächtiges zu entdecken.

Die Europäischen Tage des Denkmals zum Thema „Macht und Pracht“ zeigten unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset Manifestation und Repräsentation von Macht und Pracht in Fabrikantenvillen, Burgen und Schlössern, Rathäuser, Architekturikonen und archäologischen Fundstätten.

Macht und Pracht – Kathedralen, Schlösser, Museen – das sind die Sehenswürdigkeiten, die wir im In-und Ausland besuchen. Sie sind nicht nur Magneten des Tourismus, sie sind für Bewohnerinnen und Bewohner ein Teil ihres „Daheim“. Sie strukturieren Dörfer und Städte und begleiten uns alle, Einheimische oder fremd, wenn wir durch Strassen eilen, in Gassen flanieren oder uns am Lieblings Ort eine Pause gönnen. Solche Bauten sind Wahrzeichen, Orientierungspunkte – auch für uns selber in dieser Gegenwart, in dieser Gesellschaft. Das ist der Wert, der diesen Gebäuden innewohnt. Dass sich die Schweizerinnen und Schweizer dieses Wertes bewusst sind, wurde dieses Wochenende an den Europäischen Tagen des Denkmals offensichtlich, als sich Menschen im ganzen Land aufmachten, um mächtige Bauten und prächtiges Kulturerbe zu entdecken.

Das Publikum konnte zahlreiche Orte begehen, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind und nutzte den direkten Kontakt mit Fachleuten aus Denkmalpflege, Archäologie, Restaurierung und Architektur für den Austausch und angeregte Diskussionen. Die Veranstaltenden sind sehr erfreut über den grossen Zuspruch, denn es ist ein wichtiges Ziel der Denkmaltage, den Dialog zwischen Bevölkerung und Fachleuten zu fördern.

In Bern öffnete die Residenz Frankreichs ihre Türen – die Führungen durch das prachtvolle Gebäude waren bereits im Vorfeld ausgebucht. In Neuchâtel wurden Besucher durch die laufenden Restaurierungsarbeiten an der Collégiale geführt. Das Quartier St. Johann in Basel zog mit einem vielseitigen Programm zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an. Im Kanton Tessin konnten versteckte Architekturikonen Bellinzonas besichtigt werden. In Zürich waren das Bankhaus Leuenhof und das Hauptgebäude der ETH Zürich von Gottfried Semper Publikumsmagnete. Sportfans nahmen in Genf an einem Lauf über 10 km teil, der zu den spannendsten Denkmälern der Stadt führte. Kinder erkundeten mit Stift und Papier bewaffnet die versteckten Formen der Macht auf einer Stadtsafari in Zug.

Die Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE freut sich über den grossen Erfolg der diesjährigen Denkmaltage, welche ohne das grosse Engagement aller Beteiligten nicht möglich gewesen wäre.

Zu den Europäischen Tagen des Denkmals

die Europäischen Tage des Denkmals finden jeweils im September in 50 europäischen Ländern statt. Sie verschaffen einem breiten Publikum gratis Zutritt zu historisch bedeutenden Bauten und zeigen, welches Know-how hinter deren Erhaltung steckt. Bis zu 20 Millionen Menschen nehmen europaweit an der Veranstaltung teil. Am Schweizer Programm sind die Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie sowie zahlreiche weitere im Bereich Kulturerbe engagierte Institutionen und Private beteiligt. Die Denkmaltage stehen unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset. Sie werden von der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE koordiniert. Durchführbar sind sie dank der namhaften Beiträge vom Bundesamt für Kultur BAK, der Schweizerischen Stiftung Pro Patria und der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW. Partner sind 2017 der Bund Schweizer Architekten BSA, die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, die Schweizerische UNESCO-Kommission und der Schweizerische Verband für Konservierung und Restaurierung SKR. Die Max Schweizer AG unterstützt die Denkmaltage 2017 als Sponsor.

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